Beobachtungscamp Krummhörn

Was lange währt wird endlich gut... Etwas verspätet gibt es nun einen Artikel über eine spannende Aktion im Juli:

 

Vom 10. bis 14. Juli 2019 fand das von Watt°N und dem DJN (Deutscher Jugendbund für Naturbeobachtung) organisierte Beobachtungscamp in der Krummhörn statt. Ziel war gemeinsamer Wissensaustausch und die Vernetzung mit anderen jungen, naturbegeisterten Menschen.

Am Mittwoch, den 10.7.,  trafen bereits sechs Teilnehmende ein. Donnerstag und Freitag kam jeweils noch eine Person dazu, sodass wir am Ende mit acht Leuten gemeinsam die Natur in der Krummhörn entdecken konnten. Nach einer teilweise sehr nassen Radtour von Emden zum Campingplatz – bei Campen direkt hinterm Deich gelegen, ein Traum! – konnten wir erstmal unsere Zelte aufschlagen und uns mit leckerem, veganen Essen stärken. Zum Glück gab es einen Aufenthaltsraum mit Küche, in dem wir bei den immer wieder auftretenden Regenschauern gemütlich sitzen konnten.

Der Donnerstag startete mit einem leckeren Frühstück und dann ging es los ins Watt. Von der Leiterin des Nationalpark Hauses (NPH) Greetsiel bekamen wir eine Privat-Wattführung, bei der auch die „alten Hasen“ noch etwas Neues lernen konnten. Und wer mit dem, was im Watt kreucht und fleucht, noch nicht ganz so vertraut war, konnte sowieso ganz viel Wissen hinzugewinnen. Einige Muschelschalen nahmen wir mit, um sie am Campingplatz noch genauer zu bestimmen. Nachmittags brauchten wir zum Vogelbeobachten nur auf den Deich direkt „vor der Haustür“ zu gehen. In diesem spannenden Beobachtungsgebiet konnten wir unter anderem Regenbrachvögel, Uferschnepfen und Bartmeisen bestaunen, sowie Säbelschnäbler, Flussuferläufer und einen eifrig singenden Schilfrohrsänger. Mit Ferngläsern und Spektiv ausgerüstet, konnten die „Ornis“ unter uns sowohl fachsimpeln als auch ihr Wissen weitergeben. Am Abend nutzen wir die Liederbücher des DJN, um gemeinsam mit Gitarrenbegleitung zu singen.

Nachmittags brauchten wir zum Vogelbeobachten nur auf den Deich direkt „vor der Haustür“ zu gehen. In diesem spannenden Beobachtungsgebiet konnten wir unter anderem Regenbrachvögel, Uferschnepfen und Bartmeisen bestaunen, sowie Säbelschnäbler, Flussuferläufer und einen eifrig singenden Schilfrohrsänger. Mit Ferngläsern und Spektiv ausgerüstet, konnten die „Ornis“ unter uns sowohl fachsimpeln als auch ihr Wissen weitergeben. Am Abend nutzen wir die Liederbücher des DJN, um gemeinsam mit Gitarrenbegleitung zu singen.

Der Freitag begann zwar mit Regen, aber wir hatten genug Zeit und konnten mit unserer Abfahrt warten, bis er sich verzogen hatte. Wir radelten erst durch die platte ostfriesische Landschaft, dann am Deich entlang. Vom Deich aus verschafften wir uns einen Überblick über die anwesende Vogelwelt, bevor es zum Bestimmen von Pflanzen und Schmetterlingen in die Salzwiese ging und wir an der Wasserkannte noch einmal nach Vögeln Ausschau hielten. Nach einem Picknick am Deich ging es weiter Richtung Greetsiel und der nächste Zwischenstopp waren die Pütten in der Leybucht, die man aus Beobachtunghütten mehr oder weniger gut einsehen konnte (da war so einiges zugewachsen). Zum Abschluss haben wir uns noch im NPH in Greetsiel umgeschaut und vor der Rückfahrt ein Eis genossen. Nach einem leckeren Abendessen haben wir den Abend am Deich mit dem Wind in den Haaren und einem interessanten und sehr bunten Blick auf die niederländische Küste ausklingen lassen. Ob die bunte Beleuchtung der Kraftwerke dort schön ist, ist aber wohl diskussionswürdig…

 

Am Samstag ging es wieder mit dem Rad den Deich entlang – aber diesmal nach Süden. Am Campener Leuchtturm vorbei war das Ziel Rysum, wo es einen ornithologischen Lehrpfad geben sollte, den wir leider nicht gefunden haben. Stattdessen nutzten wir die Chance, die noch funktionstüchtige Rysumer Mühle zu besichtigen. Dort gab es interessante Informationen über verschiedene Getreidesorten, ein Modell des Ortes Rysum sowie eine kleine Ausstellung von Gemälden mit Wattenmeer-Bezug. Nachmittags wurde von vielen wieder die Möglichkeit genutzt, am Deich direkt vor der Haustür zu birden. Auch wenn sich dieses Mal leider keine Bartmeisen zeigten, gab es mit Korn- und Rohrweihe genügend Highlights. Da schon der letzte Abend gekommen war, wurden noch einmal die Gitarre und die Liederbücher des DJN herausgeholt und wir haben gemeinsam gesungen. Auch die „Neulinge“ hatten schon einige Lieder gelernt und alle ein Lieblingslied gefunden.

Schon früh nach dem Frühstück mussten am Sonntag die ersten Teilnehmenden aufbrechen, während der Rest noch die Zelte abbaute, restliches Essen unter sich aufteilte und anschließend noch einmal die Gitarre rausholte um zu singen. Nach und nach machten wir uns alle auf den Heimweg, entweder mit dem Rad nach Emden zum Bahnhof oder direkt mit dem Rad Richtung nach Hause…

Wir werden uns alle an ein sehr schönes verlängertes Wochenende erinnern und jede*r hat das Eine oder Andere in einer sehr netten Gemeinschaft dazugelernt! Eine solche Kooperation zwischen Watt°N und dem DJN kann in den Augen der Beteiligten jedenfalls gerne wiederholt werden!

Eine Sparte des:

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26382 Wilhelmshaven

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