Vier Tage, eine bunte Crew und die raue Schönheit des Wattenmeers. Unser Pilot-Törn auf dem Traditionsschiff VERANDERING hat gezeigt, wie viel Energie
entsteht, wenn junge Menschen aus verschiedensten Disziplinen ihre Begeisterung für das Watt teilen.
Bei unserem Teamtreffen in Bremen hatten wir die FRANZIUS besichtigt. Der Traditionssegler befindet sich derzeit in Reperatur. Sobald die FRANZIUS wieder einsatzbereit ist, wird sie erneut im Wattenmeer unterwegs sein und dann vorallem für Umweltbildung eingesetz werden. Um das schon einmal zu testen, neue Leute und Kooperationspartner zu begeistern, ging es im Mai auf einen Pilot-Törn auf der VERANDERING.
Möglich gemacht wurde dieses unvergessliche Erlebnis durch das großzügige Sponsoring des Fördervereins Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. Ohne diese wertvolle
Unterstützung wäre der Törn in dieser Form nicht realisierbar gewesen – dafür ein riesiges Dankeschön im Namen der gesamten Crew und des Watt°N Netzwerks!

Eine Crew - viele Perspektive
Was passiert, wenn Studierende und Berufstätige der Nautik, Meerestechnik, Meeresbiologie, Psychologie und angehende Wirtschaftsingenieure gemeinsam die Leinen losmachen? Es entsteht ein faszinierender Austausch! Genau das war der Kerngedanke unseres Pilot-Törns. Junge Menschen mit unterschiedlichsten akademischen und beruflichen Hintergründen kamen zusammen, um das Ökosystem Wattenmeer aus völlig neuen Blickwinkeln zu betrachten. Während die einen ihr nautisches Fachwissen bei der Navigation durch die Priel-Systeme einbrachten, teilten die anderen ihr Wissen über die sensible Biologie des Schlicks oder die Auswirkungen von Offshore-Windenergie.

Zwischenfälle als Teambuilding
Dass Theorie und Praxis auf See oft zwei verschiedene Paar Schuhe sind, zeigte sich gleich am ersten Tag. Ein ungeplanter Zwischenfall – der Verlust des
Schwertes und eine Notankerung im Watt – forderte die Crew sofort heraus. Doch genau in dieser Situation griff die Interdisziplinarität perfekt: Ruhige Köpfe, lösungsorientiertes Ingenieursdenken
und nautische Erfahrung ließen uns die Situation souverän meistern.
Die Reparatur des Schwertes im Schlick bei Niedrigwasser wurde so vom Problem zur handfesten Teambuilding-Maßnahme. Begleitet von Schweinswalen, kreisenden Seeadlern und Löfflern beim Birdwatching in den wiedervernässten Salzwiesen von Fedderwardersiel erlebten wir eine Umweltbildung, die tief unter die Haut ging.
Der Funke ist übergesprungen
Die gemeinsame Zeit an Bord hat Spuren hinterlassen. Die Begeisterung für diesen einzigartigen Lebensraum war so ansteckend, dass viele Teilnehmende den Wunsch äußerten, wiederzukommen. Einige traten noch an Deck dem Franzius-Verein bei und erkundigten sich nach den Möglichkeiten, sich künftig im Watt°N Netzwerk zu engagieren. Ein voller Erfolg für den Auftakt dieses Pilotprojekts!
Wir danken nochmals herzlich dem Förderverein Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer für das Vertrauen und die Förderung!





