Wattwanderung durchs hamburgische Wattenmeer – von Cuxhaven nach Neuwerk und zurück

Am 9. Mai traf sich eine kleine und abenteuerlustige Gruppe von Watt°N Menschen in Cuxhaven, um unter der Führung von Jürgen Rahmel von Sahlenburg durchs Watt nach Neuwerk und am folgenden Tag auf die Vogelinsel Scharhörn zu wandern. Bei Sonnenschein, mit vielen Snacks im Gepäck (manch einer würde behaupten zu vielen Snacks) und guter Laune ging es los.

 

Eine der Besonderheiten des Cuxhavener Watts zeigte sich eigentlich schon bevor es los ging. Denn die ersten Pferdekutschen zogen noch am Festland an uns vorbei in Richtung Neuwerk. Den ganzen Weg über begegneten uns immer wieder Kutschen, Reitgruppen und Traktoren mit Anhängern, die auf dem Weg auf die Insel oder zurück ans Festland waren.

Da so ein reger Verkehr zwischen Cuxhaven und Neuwerk besteht, werden immer wieder Teile des Watts mit Schotter stabilisiert. Dadurch konnten wir einen, wenn nicht sogar den einzigen Wasserfall im Wattenmeer begutachten und selbst spüren, wie stark der Gezeitenstrom ist.

 Eine weitere Besonderheit des Cuxhavener Watts sind die Rettungsbaken entlang der Route. In Notsituationen, wie zu hoch aufgelaufenem Wasser oder Gewitter kann man sich dorthin retten.

 Kurz nachdem wir die sechste der insgesamt sieben Baken hinter uns gelassen hatte, betraten wir zum ersten Mal in der Geschichte von Watt°N das hamburgische Wattenmeer.

Noch bevor wir Neuwerk erreicht hatten, erreichte uns die Nachricht, dass am Sonntag aufgrund des Wetters abends keine Fähre ans Festland fährt. Das warf unseren Plan am nächsten Morgen nach Scharhörn zu laufen über den Haufen.

Nach ca. 10km erreichten wir Neuwerk. An unserer Unterkunft stärkten wir uns mit Eintopf, bezogen unser Nachtlager im Heu und wer sich nicht ausruhte, erkundete die Vogelwelt rund um unsere Unterkunft. Unter den Nonnen- und Ringelgänsen fand sich keine Rothalsgans, dafür aber, dass ein oder andere Austernfischergelege.

 

Am Nachmittag bekamen wir von Carolin Rothfuß, vom Verein Jordsand eine ornithologische Inselführung. Wir trafen alte Bekannte wie Austernfischer, Große Brachvögel, Löffler und freuten uns über die ersten Seeschwalben, Schwarzkopfmöwen und eine Sumpfohreule.

Am nächsten Morgen stand nach dem Frühstück leider die Rückreise an, denn anders als geplant, mussten wir das Niedrigwasser nutzen, um wieder ans Festland zukommen und nicht wie geplant nach Scharhörn zu wandern. Getrocknete Mango, Stroop Waffeln und weiterhin sehr guter Laune trösten uns, dass das Highlight unserer Tour leider ausfiel.

Bereits auf dem Rückweg stand unser Fazit fest: Wir müssen wieder kommen, denn Scharhörn als Ausflugsziel reizt uns weiterhin!

 

Vielen Dank an Jürgen Rahmel, der uns sicher durchs Watt geführt hat und Carolin Rothfuß, die uns so einiges interessantes über die Neuwerker Vogelwelt und Neuwerk selbst erzählt hat.

 

 

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